Was
ist Themenzentrierte Interaktion (TZI)?
TZI ist die Abkürzung
für Themenzentrierte Interaktion.
Dieser Begriff verweist darauf, dass Themen die Interaktion und damit den
Prozess in einer Gruppe bestimmen und dass Themen – bewusst
gesetzt – zur Steuerung von Prozessen methodisch genutzt werden können.
Die Wirksamkeit der TZI
beruht darauf, dass sie die Dynamik in einer Gruppe als Realität ernst nimmt
und sie nicht als destruktive Unordnung, sondern als lebendige
Auseinandersetzung deutet und nutzt. Im TZI-Theoriemodell von Gruppe stehen
vier Faktoren in Wechselbeziehung:
Steuerung nach TZI
bedeutet: Die vier Faktoren in ihrer eigenen Bedeutung beachten und im Sinne
einer dynamische Balance aufeinander beziehen – sowohl in der Planung als
auch im Prozess. Die Qualität der Zusammenarbeit wird reflektiert,
Irritationen, und Störungen aufgriffen und dadurch notwendige Veränderungen
möglich.
TZI basiert auf den
Wertevorstellungen von Autonomie und Interdependenz ,
der Achtung vor dem Leben und der realistischen Einschätzung von Macht und
Begrenztheit des Menschen.
Die TZI hat sich im
Verlauf der letzten Jahrzehnte überaus erfolgreich als Methode der Leitung von
Gruppen, Teams, Arbeitskreisen, Gremien, Konferenzen oder
Großgruppenveranstaltungen erwiesen. Damit ist sie ebenso ein hilfreiches
Instrument für die Planung und Analyse von Prozessen in Gruppen, Projekten und
Organisationen wie auch ein effektives Werkzeug für die persönliche Reflexion,
Weiterentwicklung und Professionalisierung Einzelner.